Leitbild

Leitbild der Rumänien-Projekte "Offene Türen"

Entstehung des Leitbildes
Eindrücke und Erfahrungen aus den vielen Besuchen seit 1991 in Rumänien sowie aus der Zeit vom Februar 2001 bis Oktober 2003, wo wir selber als Familie in Rumänien lebten, formten unsere Projekte. Sie halfen uns, die Geschichte der Rumänen und ihre Prägung kennen zu lernen. Durch die Gespräche mit vielen Menschen, Hilfesuchenden und Hilfe-Bringenden entstanden die verschiedenen Projekte mit ihrer entsprechenden Zielsetzung. Eines war uns von Anfang an klar, dass unsere Projekte den Charakter von Langzeit- und Aufbauhilfe haben sollten. Daraus entstanden drei Hauptaspekte: Förderung der leitenden Personen und der Team-Arbeit, Arbeitsplätze schaffen und der Dienst am Menschen, losgelöst, von Religion, ethnischer Zugehörigkeit, Alter und Geschlecht.
Die Ablehnung innerhalb der verschiedenen ethnischen Gruppen, manchmal bis hin zu Menschenunwürde, löste Betroffenheit aus. Der Mensch in seinem Urwesen sucht die Annahme in der Gesellschaft. Wir begegneten vielen Menschen, die nicht der Norm entsprachen: Ungebildete, aus primitivsten Wohnverhältnissen, Behinderte, Verlassene, von der Gesellschaft verstossene Menschen. Wir stellten uns der Aufgabe, uns genau diesen Menschen anzunehmen. Wir suchten nach Lösungsansätzen für eine langfristige Veränderung.


Ziele von "Offene Türen"
Wir wollen die Türe öffnen für die Anliegen der Menschen, die sich einsam und verstossen fühlen, die in der Gesellschaft oft keinen Platz haben.
Wir wollen den Menschen ernst nehmen, ob arm, krank, ungebildet oder behindert.
Wir wollen vor allem die Kinder fördern in schulischen und sozialen Bereichen.
Wir wollen den ganzen Menschen wahrnehmen, mit Geist, Seele, Leib und sein Umfeld.
Wir wollen Wege gehen mit den Menschen, um längerfristig aus dem Kreis der Armut ausbrechen zu können.
Wir wollen, dass Menschen Gott als der Schöpfer und Geber des Lebens Realität in ihren Leben sein kann.


Schwerpunkte von "Offene Türen"
- Langzeitprojekte
Förderung der Kinder in Bildung, Sozialkompetenz und Persönlichkeitseintwicklung

- Nothilfe und Kurzzeitprojekte
Hilfe in akuten Nöten, Stabilisierung und Förderung von Familienexistenzen


Arbeitsweise
Wir arbeiten vor Ort mit einem einheimischen Mitarbeiter-Team: Projektleitung, Bereichsverantwortliche, Mitarbeiter. Diese werden von uns betreut. Durch die regelmässigen Besuche vor Ort sind überzeugt, dass gute Leiter- und Teamförderung der rumänischen Mitarbeiter geschehen kann. Mit der übertragenen Verantwortung an die Mitarbeiter wächst das Selbstbewusstsein. Es fördert die Dialoge zwischen der Schweiz und dem Team sowie die Motivation für die ihnen übertragenen Aufgaben.

Die Kinder fördern wir in erster Linie durch Unterstützung bei den Hausaufgaben und im Vorschulprogramm. Bildung ermöglichen und durchhalten! Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um aus dem Kreis der Armut auszubrechen und später nicht als Sozialfall zu enden.
Verknüpft mit der Aufgabenhilfe ist die Förderung der Sozialkompetenz. Durch Erlebnisprogramme und Teilnahme an Camps, welche den Mensch ganzheitlich fördern, arbeiten wir vielschichtig. So kann jedes Kind seine Erfolge losgelöst von schulischem Wissen feiern, dort wo es Stärken hat.

Die Nothilfe ist ein fester Bestandteil an den Bedürftigsten. Neben der materiellen Hilfe ist es vor allem das "offene Ohr" für den Mensch, das weit mehr zählt, als ein Brot ohne Liebe. "Sprechstunde" ist die offene Türe zwei mal pro Woche für jedermann.


Wer steht dahinter
Initianten und verantwortlich sind Elsbeth und Matthias Wuttke in der Schweiz. Sie haben einem Freundeskreis. Gemeinsam mit Freunden aus der Schweiz engagieren sie sich ehrenamtlich.
Die Finanzierung geschieht durch Freunde und Sponsoren aus der Schweiz.